Echinger Feuerwehrler üben sich im Atemschutz

VON FLORIAN LUGAUER:

Die Verwendung von schwerem Atemschutz bei der Brandbekämpfung gilt mittlerweile als Standard. Er ermöglicht es, die Gefährdung der Einsatzkräfte durch Atemgifte zu reduzieren und er erlaubt es, in Verbindung mit moderner Schutzkleidung, näher zum Brandherd vorzudringen. Der Löscherfolg kann so erhöht und die Kollateralschäden durch Löschwasser verringert werden.

Um schweren Atemschutz tragen zu dürfen und ihn richtig einsetzen zu können sind sowohl körperliche Fitness als auch das dazugehörige technische Know-How notwendig. Aus diesem Grund wurde er nicht nur bei den bisher etwa 200 Einsätzen dieses Jahres (darunter der Brand der Tennishalle oder der kürzlich ausgebrochene Brand in einer Autowerkstatt) immer wieder eingesetzt, sondern es werden auch regelmäßig Übungen durchgeführt.

Zu den Höhepunkten der Ausbildung zählte die Teilnahme von vier Kameraden beim neu geschaffenen Atemschutzleistungsabzeichen des Landkreises Freising am 22.09. Zum Bestehen der Bronzestufe mussten verschiedene Stationen absolviert werden: Zunächst galt es, das Fachwissen in Form eines Theorietests unter Beweis zu stellen. Danach wurde das sportliche Leistungsvermögen geprüft indem unter Atemschutz gelaufen und eine Endlosleiter bestiegen werden musste sowie durch das Absolvieren einer Kriechstrecke mit Hindernissen bei völliger Dunkelheit. Im Anschluss galt es, fachgerecht einen Wechsel der Atemluftflasche vorzunehmen, die Teile des Pressluftatmers richtig zu benennen und deren jeweilige Funktion zu erläutern. Den Abschluss bildeten zwei Einsatzübungen, bei denen das richtige Vorgehen bei einem Kellerbrand sowie eine Personenrettung aus dem verrauchten Bereich gezeigt werden mussten. Am Ende des Tages konnten sich Tobias Graßl, Florian Lugauer, Florian Schulz und Stefan Wolf die bronzene Atemschutzmaske als sichtbares Zeichen des Erfolgs an die Uniform heften lassen.

Am 27.10. ging es für die Geräteträger der Freiwilligen Feuerwehr Eching dann zum Praxisseminar Brandbekämpfung an die Landkreisausbildungsstelle Zolling. In einem feststoffbefeuerten Container wurde zunächst die Entwicklung eines Brandes inklusive möglicher Rauchgasdurchzündungen dargestellt. Danach ging es darum, die Löschtechnik am Beispiel eines Kellerbrandes zu verbessern. Da es sich bei dem im Container entfachten Feuer um einen realen Holzbrand handelte, konnten die Auswirkungen einer falschen Löschtechnik direkt festgestellt werden: Der sich in diesem Fall bildende Wasserdampf durchdrang die Schutzkleidung und sorgte für eine starke Wärmeentwicklung bei den eingesetzten Kräften. Den erfolgreichen Abschluss der Fortbildung konnten sich Felix Götzensberger, Florian Huber, Florian Lugauer, Mathias Schwarz und Christian Wopperer bestätigen lassen. Aber die Freiwillige Feuerwehr Eching war nicht nur als Teilnehmer vertreten: Die Echinger Kameraden Pirmin Becker, Peter Ramisch jun. und Florian Reuther waren als Realbrandausbilder des Landkreises auch an diesem Tag an der Ausbildung beteiligt.

Wenn auch Sie Interesse haben, sich zum Atemschutzgeräteträger ausbilden zu lassen oder wenn Sie sich für einen der vielfältigen anderen Tätigkeitsfelder der Freiwilligen Feuerwehr Eching, wie z. B. ABC-Abwehr, Absturzsicherung, Sani-tätswesen oder die technische Hilfeleistung interessieren, würden wir uns über eine Nachricht an feuerwehr@eching.de freuen.